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Architektur in Bestform

Architekturfotografie braucht Liebe zur Materie.

Dabei geht es nicht nur darum, die spezielle Sichtweise und Ästhetik des Architekten zu erfassen und mit einer klaren, stringenten Bildsprache  zu würdigen, spezielle Blickwinkel und wertvolle Details zu finden und dem Betrachter doch immer wieder  einen  authentischen Gesamteindruck zu geben.

Es geht vor allem auch um die Kunst des Entfernens. Der langwierigere Arbeitsprozess setzt dann ein, wenn die Fotos im Kasten sind und das, was die Ästhetik stört, via Bildbearbeitung eliminiert wird.

Bei diesem Prozess lege ich als eingefleischte Ästhetin und Wohnkultur-Freak sehr strenge Maßstäbe an.  Sie kosten mich viele Stunden Bildbearbeitung. Flow-Gefühl und Glücksmomente über ein besonders  gelungenes Ergebnis inklusive.

Innenarchitektur ist wunderbar leicht und schön zu fotografieren. Die Menschen gehen in der Regel  sorgsam mit umbauten Räumen um, man kann sich auf ästhetische Leckerbissen, Fluchtlinien und delikate Licht- und Schattenspiele konzentrieren.

 

Anders dagegen die Außenarchitektur im öffentlichen Raum.

Fotografiert man ein eben fertiggestelltes "jungfräuliches" Gebäude, ist die Fassade tipptopp, aber das Drumherum meist nicht präsentabel. Bauzäune, Erdhaufen, fehlende Begrünung, von Baufahrzeugen verschmutze Straßen, hässliche Schilder,...

Ist das Gebäude bereits bewohnt, lauern andere optische Störfaktoren. Die ersten Beschädigungen der Fassade lassen meist nicht lange auf sich warten. Halteverbotstafeln, Straßenschilder, Müllcontainer, Straßenlaternen etc. haben sich vor und an der Front etabliert - und natürlich die unvermeidlichen parkenden Autos.  Wohnungseigentümer dekorieren Balkons und Fenster mit fixem und temporärem Mobiliar, das von der Architektur ablenkt.

 

Es ist mein persönlicher Ehrgeiz, alle diese Störfaktoren möglichst perfekt zu eliminieren und nur die reine Architektur wirken zu lassen. Um über den Umweg einer oft sehr aufwendigen Bearbeitung den realen Eindruck des Gebäudes entstehen zu lassen.  Unser Auge blendet Störfaktoren - etwa Verkehrsschilder, Autos etc. - normalerweise aus, in der Realität hindern diese Dinge nicht an der Betrachtung eines Bauwerks. Ein Foto zeigt Störendes gnadenlos auf, rückt es regelrecht in den Fokus.

Im Bild rechts der  Vergleich eines Architekturfotos vor und nach der Bearbeitung. Zum Zeitpunkt der Fotoarbeiten fand eine Fassadenrenovierung statt, die den fotografischen Gesamteindruck des Gebäudes temporär  schmälerte. Die Renovierung wurde dank Bildbearbeitung vorzeitig abgeschlossen...